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Zu einem optimal funktionierenden Aquarium gehören gesunde und gut wachsende Aquarienpflanzen. Häufig werden Pflanzen jedoch nur als Dekorationsmaterial angesehen, das "irgendwie" dazugehört.
Ausnahmen sind Becken die den Grabenseen (Malawi-, Tanganika-, Victoriasee)oder anderen Pflanzenarmen Biotopen nachempfunden werden. Hier können die Pflanzen durch spezielle Nitrat und Phosphatfilter ersetzt werden, um die Abbauprodukte zu entfernen.
Selbstverständlich helfen auch hier häufige Wasserwechsel.  

 

Wasserwerte 
Die tatsächliche Leistung der Pflanzen sind unglaublich vielfältig und zwingend notwendig für ein funktionierendes Aqua-System. Natürlich sollte das Wasser sauber und frei von Schadstoffen sein., damit die Lebensumstände für Pflanzen und Tiere optimal sind.

 

Heizung
Auch Wasserpflanzen  haben ein  Temperaturoptimum. Zu hohe Temperaturen lassen die Pflanzen mehr Licht benötigen und Nährstoffe verbrauchen. Dadurch treten Mangelerscheinungen auf, die sogar zum Tod der Pflanze führen können. Neben den nachteiligen Auswirkungen bei Fischen und Pflanzen laufen bei zu hohen Temperaturen auch alle anderen biologischen und chemischen Prozesse in unserem Aqua-System schneller ab, mit der Folge, dass das gesamte Aquarium mehr Sauerstoff verbraucht und somit schneller (vom Pfleger unbeabsichtigt) in einen Sauerstoffmangel hineinschlittern kann. Die meisten der von uns im Aquarium gepflegten Fische und Pflanzen stammen aus tropischen Gebieten der Erde. Ein Aquarium für diese Pfleglinge sollte deshalb eine konstante Temperatur von 25 – 26 °C aufweisen. Bei den Urvätern der Aquaristik war das Aufheizen des Aquariums und das Einstellen der richtigen Temperatur mitunter nicht ganz einfach und häufig für Bewohner und Pfleger lebensgefährlich. Es wurden Petroleumlampen oder andere fossile Brennstoffe mit wasserdichten Metallgehäusen im Wasser versenkt, oder von unten mit glühenden Briketts die nötige Betriebstemperatur angesteuert. Dass hierbei Fehler auftreten konnten, die eine Vielzahl von Aquarienbewohnern und Pflegern dezimierten, kann man sich gut vorstellen. Heutige Aquarientechnik lässt sich wesentlich komfortabler und sicherer bedienen.

 

Heizleistung
Bei einem normalen Gesellschaftsaquarium genügen 0,2 – 0,5 Watt pro Liter Wasser bei den hier vorgestellten Heizsystemen. Je größer das Aquarium ist, desto relativ geringer kann die Heizleistung gewählt werden, da die wärmeabgebende Oberfläche im Verhältnis zum Wasservolumen abnimmt. Bei oben offenen Aquarien oder großen Rieselfiltern ist eine prozentual höhere Heizleistung zu wählen, da hier durch die Verdunstung viel Wärmeenergie verloren geht. Für unsere Aquarien können wir zwischen folgenden Heizverfahren wählen:

 

Stabregelheizer
Stabregelheizer werden direkt im Aquarium installiert. Auf dem kurzen, kompakten Heizstab sitzt ein Bimetall-Thermostat, der die Temperatur regelt. Die neueren Modelle verfügen über eine integrierte Schaltung, d.h. die Temperatur kann direkt über eine Temperaturskala eingestellt werden. Ein Stabheizer darf nicht im Kies vergraben werden, sonst überhitzt sich das Gerät und kann platzen. Mittlerweile werden allerdings auch Regelheizer angeboten, die so gut wie unzerbrechlich sind. Wählen Sie Ihren Heizer entsprechend der Aquariengröße aus. Wird der Heizer zu groß gewählt, kann bei einem Ausfall des Thermostats, etwa durch Festkleben des Bimetall-Schalters, das Becken überheizt werden. Außerdem schaltet ein zu stark ausgewählter Heizer schneller an und aus, da er das Wasser schnell aufwärmt. Der Verschleiß für die Thermostateinheit ist deutlich höher. Natürlich können Stabheizer auch über einen elektronischen Temperaturregler angesteuert werden. Hierbei verschleißt der Heizer nicht so schnell, da das Steuergerät die Schaltvorgänge übernimmt. Bei Stabheizern ist ein Nachteil, dass ein 230 Volt-Gerät direkt im Wasser ist. Bei ungenügender Wasserbewegung kommt es zu heißen und kalten Zonen und der Bodengrund wird nicht so optimal durchflutet wie bei einer Bodenheizung.

Heizkabel als Bodenheizung
Dieses Heizsystem bietet die meisten Vorteile für Aquarianer. Ein großer Vorteil des Heizkabels ist die Sicherheit bei Benutzung von 24 Volt Niedervolt-Strom. Pflanzen bevorzugen einen warmen Bodengrund mit daraus resultierender Durchströmung. Die Abfallstoffe werden dann schnell mineralisiert, so dass das Pflanzenwachstum intensiviert und die Standzeit des Bodengrundes erheblich verlängert wird. Die Durchströmung des Bodengrundes verhindert frühzeitiges Faulen durch gute Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Pflanzenwurzeln. Durch die Durchströmung mit sauerstoffreichem Wasser wird der Bodengrund zum Biofilter mit einer riesigen Oberfläche und Bakterienkultur. Die Abfallstoffe werden dann schnell mineralisiert.

Als optimale Heizleistung für eine Bodenheizung werden ca. 1 Watt auf 2 l Aquariumwasser empfohlen. 

 

Licht

Da die meisten von uns gepflegten Aquarienbewohner aus hellen tropischen Regionen stammen, und in vergleichsweise dunkeln Wohnungen stehen, muss zusätzlich beleuchtet werden. Es stehen eine Vielzahl von Beleuchtungssystemen zur Verfügung, so das alle Wünsche von Pflegling und Pfleger erfüllt werden. Wir empfehlen eine Beleuchtungszeit
von 9 - 10 Std. / Tag. Eine Zeitschaltuhr oder noch besser ein Beleuchtungscomputer bringt den nötigen, konstanten Rhythmus.
Ein Beleuchtungscomputer hat den grossen Vorteil, das die Beleuchtung, ähnlich wie bei Sonnenauf- und Untergang, sanft hochgefahren wird. Dadurch erschrecken die Fische nicht und die Gefahr des springens oder gegen die Scheibe schwimmen wird gebannt. 

 

Düngung

Pflanzen benötigen ganz bestimmte Nährstoffe. Sobald ein Nährstoff aufgebraucht ist, wächst die Pflanze nicht mehr weiter, obwohl die anderen Nährstoffe ausreichend zur Verfügung stehen. Das zeigt, wie wichtig eine ausreichende und kontinuierliche Pflanzendüngung ist. Vor einem übermässigen Algenaufkommen durch hohes Nährstoffangebot müssen Sie bei gesundem Pflanzenwachstum und richtiger Düngung keine Angst haben, denn die wuchernden Aquarienpflanzen entziehen den Algen schnell die Nährstoffe und haben einen Wuchsvorteil.

 

Eisen
ist für Pflanzen sehr wichtig, da es zur Herstellung des Blattgrüns (Chlorophyll) benötigt wird. Ohne Blattgrün ist auch keine Photosynthese möglich.
Flüssige Eisendünger stellen den Pflanzen die benötigte Menge zur Verfügung. im Aquarium sollten 0.05-0.2 mg/l vorhanden sein. Eine zu grosse Menge ist ebenso schädlich wie ein Mangel.  

 

Kohlendioxyd
Unter allen von Pflanzen benötigten Nährstoffen ist Kohlendioxyd (Co2) der wichtigste. Der Gehalt an Kohlendioxyd im Wasser kann schwanken und bedarf so bei der Pflege von Wasserpflanzen in unserem Aquarium besondere Aufmerksamkeit. Alle höheren Pflanzen stellen aus Wasser und Co2 unter Ausnutzung der Sonnenenergie (Licht) einen hochwertigen Zucker her. Als Abfallprodukt entsteht bei der Photosynthese der für Tier und Pflanzen Lebensnotwendige Sauerstoff. 

 

 

Die Optik
Schadstoffabbau, Sauerstoffproduktion usw. Das daraus Resultierende ist für uns am schönsten: Ein Aquarium mit sattgrünen, dichtbewachsenden Pflanzen sieht einfach toll aus. Neben der wohltuenden, beruhigenden Wirkung (unser Auge kann die grüne Farbe am Besten von allen Farben wahrnehmen) schaffen dichte Pflanzenbestände Versteckplätze für Jungfische oder schwächere Tiere.
Wachsen alle Pflanzen wunderbar und läuft das Aquarium schön rund, sind Pflanzen, Pfleger und Fische zufrieden.